Liszt_LePrelude.mp3
 

Klavier zu 4 HĂ€nden




Klavier zu 4 HĂ€nden.
Werke von Schubert, Rihm und Liszt.
Friederike Haufe & Volker Ahmels.
Medien Kontor Hamburg,

ISMN M-700167-363


Hörproben

Franz Liszt - "Les Préludes" (wird gespielt...)
Wolfgang Rhim - Mehrere kurze Walzer
Franz Schubert - Fantasie in f-Moll

Besprechung NDR I vom 06.12.2006

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Kulturnachrichten
19. Dezember 2006
Schweriner Volkszeitung

Klassik vierhÀndig auf dem Klavier
CD von Friederike Haufe und Volker Ahmels

Schwerin (bert) .Einen Ohrenschmaus fĂŒr Klassik-Liebhaber hĂ€lt die neue CD bereit, die der Pianist und Konservatoriumsdirektor Volker Ahmels gemeinsam mit seiner Partnerin Friederike Haufe im Medien Kontor Hamburg eingespielt hat: „Klavier zu 4 HĂ€nden". Es erklingen Werke von Franz Schubert, Wolfgang Rihm und Franz Liszt. Dabei dĂŒrfte insbesondere Liszts einsĂ€tziges Orchesterwerk „Les PrĂ©ludes" vierhĂ€ndig gespielt fĂŒr Aufmerksamkeit sorgen, da es in dieser Version bisher noch nicht auf TontrĂ€ger vorliegt.

Die CD beginnt mit Franz Schuberts Fantasie in f.-Moll. Dieses ergreifende Meisterwerk wurde fĂŒr Klavier vierhĂ€ndig komponiert und gehört zu den Höhepunkten des musikalischen Schaffens von Schubert. Mit seiner Tonart spiegelt es die Stimmung des großen Komponisten wider, der im selben Jahr, als er die Fantasie in f-Moll schrieb aus dem Leben schied.

Auf der CD folgen dann mehrere kurze Walzer von Wolfgang Rihm, der 1952 geboren wurde und diese Kompositionen in den 80er- Jahren seinen Freunden wie kleine BlumenstrĂ€uße zu Besuch mitbrachte, um sie dann sogleich mit anwesenden Musikern vor-zuspielen. Teil 3 bildet Franz Liszts „Symphonische Dichtung fĂŒr große Orchester" in einem eigenhĂ€ndig vom Komponisten geschriebenen Arrangement fĂŒr Klavier vierhĂ€ndig.

Bert SchĂŒttpelz


Nmz
April 2007
Neue Musikzeitung

Rezensionen, Oper und Konzert
Klaviermusik-Kontrastprogramm


VierhĂ€ndige Klaviermusik entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum Inbegriff des geselligen Musizierens. Dementsprechend sind viele derartige Kompositionen in Form und Harmonik eher traditionell und von heiterem Charakter. Franz Schuberts Fantasie f-Moll, im Jahr seines Todes entstanden, durchbricht KonventionalitĂ€t und VergnĂŒglichkeit in gleichem Maße. Der Komponist wĂ€hlt eine Tonart, deren Charakteristik mit Schwermut, Leid und „grabverlangender Sehnsucht" (Christian F. D. Schubart) beschrieben wird. Dieses Werk wird oft als ein spĂ€ter Höhepunkt im Werkschaffen des Kompo-nisten bezeichet, der bereits in frĂŒheren Lebensjahren Fantasien fĂŒr Klavier zu vier HĂ€nden komponierte.

Die kurzen Walzer Wolfgang Rihms stehen im Gegensatz zu Schuberts Fantasie. Einst als Mitbringsel fĂŒr Freunde komponiert, beeindrucken sie durch große Vielfalt in der harmonischen Struktur. UnzĂ€hlige EinflĂŒsse lassen sich hier erkennen, in einem Moment stellen sich Erin-nerungen an Chopin ein, im anderen solche an Stumm-filmmusik und Minimalismus. Eben dieses breite historische und Ă€sthetische Spektrum macht die Kompo-sitionen so bemerkenswert. Ein erneutes Kontrast-programm bildet Franz Liszts im Jahre 1854 fertig gestellte und im Nationalsozialismus politisch enteignete sinfonische Dichtung fĂŒr großes Orchester in einer Bearbeitung fĂŒr Klavier zu vier HĂ€nden. Liszt selbst schuf einst ein Arrangement fĂŒr diese Besetzung, die sich jedoch bis heute nicht durchsetzen konnte. Ein nur dreitöniges Motiv, das zu Beginn nach den einleitenden Pizzicato-KlĂ€ngen erklingt, steht im Zentrum des Werkes und hĂ€lt dieses formal zusammen.


Das Klavierduo Friederike Haufe und Volker Ahmels beweist mit dieser Aufnahme, dass die oft vernach-lĂ€ssigte BeschĂ€ftigung mit anspruchsvoller, vierhĂ€ndiger Klavierliteratur lohnenswert ist. Der besondere Reiz, der durch die KlangfĂŒlle der beiden Pianisten entsteht, wird hier auf hohem musikalischem Niveau in drei sehr gegensĂ€tzlichen Werken gelungen zum Ausdruck gebracht.

Edith Rimmert